Erfolgreiche Entwicklung der Gästekarte

Bilanz Sommersaison 2025 & Ausblick auf 2026

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Die erste Sommersaison zeigt, dass die Gästekarte für Entdecker:innen als ÖPNV-Ticket erfolgreich gestartet ist, auch wenn bei der Ausgabe noch deutliches Entwicklungspotenzial besteht. Zugleich nehmen Umfang und räumlicher Geltungsbereich spürbar zu – ein deutlicher Beweis dafür, wie wichtig und zukunftsweisend das Projekt „Landesweite ÖPNV-Mobilität für Übernachtungsgäste“ ist.

Projektumfang und Teilnahmestand

  • Im Jahr 2025 nahmen 20 von 31 ISM-Gemeinden am Projekt teil – das entspricht 65 %.
  • Mit dem Einstieg von Bregenz, Lochau, Lustenau, Wolfurt und Zwischenwasser per 1. Januar 2026 wurden weitere Gemeinden entlang der Hauptverkehrsachsen eingebunden. 
Damit steigt die Gesamtzahl der teilnehmenden Gemeinden auf 25 – das entspricht 81 %.

In unserer Region liegen 48 Gemeinden. Unser Ziel ist es mittelfristig noch mehr ISM-Gemeinden zu gewinnen, die in das Projekt einsteigen. So erhalten auch ihre Übernachtungsgäste einen niederschwelligen Zugang zum landesweiten ÖPNV.

Betriebe und Systemdurchdringung

  • Die Zahl der angebundenen Beherbergungsbetriebe lag in der Sommersaison 2025 bei 405.
  • Mit dem 1. Januar 2026 steigt diese Zahl auf ca. 650.

Die Nutzung der Gästekarte für Entdecker:innen als ÖPNV-Ticket setzt ein digitales, tagesaktuelles Gästemeldewesen voraus. Der Ausbau der digitalen Meldewesen-Infrastruktur erhöht daher direkt die Reichweite des Projekts und ermöglicht eine flächendeckende Ausspielung der Gästekarte über alle relevanten Beherbergungsbetriebstypen.

Nutzungskette: Von Ankunft zur Gästekarte

  • Im Sommer 2025 wurden in den ausgewerteten Gemeinden 268.242 Ankünfte registriert, daraus resultierten 51.257 automatisch versendete Einladungsmails zur Aktivierung einer digitalen Gästekarte (19,1%).
  • Insgesamt wurden 26.051 Gästekarten ausgestellt. Das entspricht 9,7% der gesamten Ankünfte und stellt den sogenannten Durchdringungsgrad der Gästekarte dar. 

Das ist für die erste Saison durchaus akzeptabel. Mittelfristig wird aber eine deutliche Verbesserung dieses Durchdringungsgrades angestrebt.

Unterschiede zwischen Gemeinden

Das Verhältnis der Anzahl der ausgestellten Gästekarten zu den Ankünften in einer Gemeinde ist ein wichtiger Gradmesser dafür, wie weit das Projekt schon ausgerollt ist. Dabei zeigen sich in den einzelnen Gemeinden große Unterschiede. Nach jetzigem Analysestand gibt es dazu keine pauschalen Begründungen. Im Sinne einer Einzelfallbetrachtung ist jede Gemeinde separat zu analysieren.

Einordnung im Kontext der Projektziele

  • Die Gästekarte fungiert inzwischen als anerkanntes Mobilitätsticket für Bus und Bahn im gesamten Verkehrsverbund Vorarlberg; damit ist der zentrale inhaltliche Projektbaustein – landesweite ÖPNV-Mobilität für Übernachtungsgäste ab der ersten Übernachtung – in der Region grundsätzlich umgesetzt.
  • Im Sinne der Projektziele (Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr zum ÖPNV, Entlastung der Gemeinden und Finanzierung über Gästetaxe) ist die erste Saison als erfolgreicher Start zu werten. 
  • Um mittelfristig ein entsprechendes Durchdringungsniveau zu erreichen, ist eine gezielte und beharrliche Weiterentwicklung der digitalen Grundlagen, Informationen und Gästekommunikation erforderlich.

Erkannte Probleme und Ausblick auf 2026

In der ersten Sommersaison zeigte sich, dass vor allem technische und kommunikative Hürden den Durchdringungsgrad der Gästekarte noch einschränken. Teilweise bestehen Verzögerungen in der digitalen Gästemeldung oder Unsicherheiten in der operativen Anwendung. Zudem ist das Wissen über die Nutzungsmöglichkeiten der Gästekarte v.a. bei Gästen noch ausbaufähig.

Um diese Punkte zu adressieren, hat Bodensee-Vorarlberg Tourismus ab der Wintersaison 2025/26 für zwölf Gemeinden die Funktion als Verwaltungshelfer im digitalen Gästemeldewesen übernommen, wodurch Prozesse vereinheitlicht und vereinfacht werden.

Ab der Sommersaison 2026 sollen weitere Gemeinden folgen. Ergänzend werden gezielte Schulungs- und Informationsmaßnahmen umgesetzt, technische Schnittstellen verbessert und die Gästeinformation an den Buchungs- und Ankunftszeitpunkten weiter harmonisiert. So sollen Ausgabe und Nutzung der Gästekarte künftig spürbar vereinfacht und gesteigert werden.

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